Systemische Qualitätssicherung durch ein Peer-Review-Modell

Christoph Höger

DGKJP-Kongress 15.3.2007, Aachen

Einleitung
Durch wechselseitige Besuche interessierter Mitarbeiter sollten eine Bestandsaufnahme systemischen Arbeitens in kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen vorgenommen sowie Anregungen für Verbesserungen gewonnen werden.

Methode
Es nahmen Mitarbeiter aus 19 kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen teil. Dabei besuchten sich Kollegen innerhalb der jeweiligen Institutionstypen (Ambulanzen, Tageskliniken, stationärer Bereich).Als zentrale Methode wurden strukturierte Interviews, orientiert an der Heidelberger Reflexionsliste zur systemischen Prozessgestaltung, durchgeführt, ergänzt durch eine skalierte Selbstbewertung der besuchten Mitarbeiter zu den von den Besuchern aufgeworfenen Fragen.

Diskussion/Ergebnisse
Es wurde ein breites Spektrum überwiegend positiv bewerteter systemischer Arbeitsprozesse deutlich. Die Nützlichkeit des Besuchsprojekts erwies sich durch die Teilnehmerzufriedenheit und die Fülle der gewonnenen Anregungen.

Fazit:
Insgesamt erscheint dieses Peer-Review- Modell einer systemischen Qualitätssicherung als nützlich und im klinischen Alltag praktikabel.

Einen umfassenden Artikel dazu finden Sie in der Fachzeitschrift Kontext:
Höger, C.; Geiken, G. (2006): Systemische Narrative, Qualitätsmanagement, Psychiatrie & Krankenkassen: Eine Reflexionsliste zur systemischen Berichtgestaltung. Kontext 3, 261-274


Kontaktadresse:

Dr. med. Christoph Höger
Universität Göttingen
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
von Siebold-Str. 5
37075 Göttingen
Tel. 0551-392764, Fax 0551-392199. e-mail: choeger@gwdg.de


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