Arbeitsgemeinschaft Systemische Kinder- und Jugendpsychiatrie e. V.


Protokoll des Frühjahrstreffens

am 19.05.2001, 11.00 -16.00 Uhr in Göttingen

TOP 1: Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 22.9.2000 wurde ohne Änderung genehmigt.

TOP 2: Bericht des Vorstandes:

Mitgliederzahl: 86; Kontostand: 9310,- DM. Ab dem 1.1.2002 wird der Mitgliedsbeitrag in abgerechnet. Von der Mitgliederversammlung wurde einstimmig beschlossen: ab BAT 2a 30,-, unter BAT 2a 15,-

TOP 3: Als weitere Arbeitsschwerpunkte für die Zeit nach der Ausarbeitung und Verabschiedung des ASK- Kurrikulums "Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie" wurden folgende Themen vorgeschlagen:
- Störungsspezifische Themen (z.B. ADS, Störung des Sozialverhaltens)
- Vernetzung der Kliniken
- Aufnahmeindikationen für stationäre Behandlungen
- Evaluierung (Ambulante, Teilstationäre und Vollstationäre Behandlungen),prozess- und ergebnisorientiert; Qualitätssicherung; Prozessbegleitende Diagnostik
- LRS Untersuchungen und Therapie
- Umgang mit IVR und AP Familien
- Traumabehandlung ( Integration der Familien ?)

TOP4: Vortrag von Herrn Pleyer zum Thema "Systemische Spieltherapie"
Zentrales Anliegen von Herrn Pleyer ist es, Eltern in die Spieltherapie zu integrieren. Das Problem der Eltern beschreibt er als "Parentales Hilflosigkeits - Syndrom", d.h. Eltern leiden unter: Konfliktvermeidung, Wahrnehmungsverzerrung, Verantwortungsexport und Defiziten in der parentalen Kooperation.
Die therapeutische Antwort darauf heißt "Kooperationsmodell", mit dem Ziel, dass die Eltern zu Hilfstherapeuten werden. Eltern gewinnen so ihre Kompetenzen zurück, lernen miteinander zu kooperieren und gehen in die Beobachterperspektive und Spieltherapie zielt auf parentale Selbstwirksamkeit.

TOP 5: ASK-Kurrikulum "Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie"
Das Kurrikulum wurde mit Manfred Vogt-Hillmann hinsichtlich folgender Fragen diskutiert:
- Welche Zielgruppe sollte angesprochen werden?
- Mit wem sollte kooperiert werden?
- Welche Rolle spielt die ASK?
Ziel ist es, eine "Systemische Therapie" mit Kindern und Jugendlichen zu etablieren. Die Ausbildung sollte als Aufbauausbildung an eine Ausbildung zur SystemtherapeutIn/FamilientherapeutIn verstanden werden. Als Kooperationspartner wurden die SG und DGSF genannt. Die ASK versteht sich dabei zum einen als Ideengeber, zum anderen als Beratungsinstitution bei der Umsetzung für die beiden systemischen Gesellschaften.
Diskutiert wurde, wie verbindlich das Kurrikulum für die Ausbildungsinstitute sein sollte, ob evt. eine Zertifizierung durch ASK sinnvoll erscheint.
Es wurden die Wünsche geäußert, dass die Bereiche Mediation und Sozialpsychiatrische Aspekte ins Kurrikulum mit aufgenommen werden.
Der Vorstand wird das Papier bis September 2001 überarbeiten und den Mitgliedern zur Verabschiedung in Dresden vorlegen.

TOP 6: Verschiedenes Tagungshinweise: DGSF Tagung in Dresden, mit ASK Beteiligung, 5.09.- 8.09.2001,
ASK Mitgliederversammlung dort am 7.9.2001 von 18.00 - 20.00 Uhr
Berufsverbandstagung in Lübeck: ASK Beteiligung durch Posterpräsentation von Herrn Caby, Herrn Naumann und Herrn Spitczok von Brisinski
Das ASK Frühjahrstreffen findet einen Tag vor den Viersener Therapietagen, mit Vorstandsneuwahlen, statt.
Zur Situation der systemischen Verbände wurde berichtet, dass die Verbände sich weiterhin um eine Anerkennung bemühen, evt. eine Klage wegen Gleichsetzung, gemeinsam mit der GWG, anstreben.
Viersener Therapietage im Juni 2002, zum Thema "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie - Unterschiede und Gemeinsamkeiten"
Die SG und DGSF haben für systemische Forschung 5 000,- DM zur Verfügung gestellt.

Für neue Mitglieder wird noch ein Einlegeblatt für unser Faltblatt entworfen.

(Günther Geiken)

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