Die Angst, mein sorgender Freund

Uwe Scheffler

DGSF-Tagung 5.10.2005, Oldenburg

Angst zu haben ist oft ein Grund sich in psychotherapeutischer Behandlung zu begeben. Meist besteht der Wunsch, ohne Angst wieder leben zu können. Fast provozierend klingt da die Aussage, dass ein Leben ohne Angst nicht vorstellbar ist. Im Gegensatz dazu scheint es wichtig zu sein, welche Handlungen die Angst auslöst. Schränke ich mein Leben durch die Angst zunehmend ein, oder hilft mir die Angst gute Entscheidungen zu fällen, ist sie mir ein "sorgender Freund"? Wenn ich sie als einen Begleiter meines Lebens erlebe, kann ich mich auch von ihr abgrenzen und eigenverantwortlich entscheiden.
Gerade im Spannungsfeld nach traumatischen Erlebnissen ist es noch schwieriger diese Erkenntnis als befreiend zu erleben.


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